Über uns

Der 2007 gegründete Verein „Tabanka“ besteht aus einigen ehemaligen Entwicklungshelfern, die in Guinea-Bissau tätig waren, und aus Menschen, die solidarisch handeln, Armut lindern und humanitäre Hilfe leisten wollen.

Wir sind ein eingetragener und gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, lokale Initiativen dörflicher Entwicklung in den Bereichen Gesundheitswesen, Erziehung und ländliche Entwicklung in Westafrika mit Schwerpunkt Guinea-Bissau zu unterstützen. Die Betonung soll auf der Pflanzenheilkunde und der Ausbildung junger Menschen, vor allem von Frauen und Mädchen, liegen.

 

 

Neuigkeiten

Leider konnten wir 2020 unsere Projektreise nach Guinea Bissau coronabedingt nicht durchführen. Wir hoffen dieses Jahr wieder aktiv werden zu können. 

 Bis dahin kann gerne unser Reisebericht von 2019 gelesen werden. Viel Spaß damit!

Projektreise 2019

AKTUELLE PROJEKTE

Naturheilkundliches Projekt (Mednat)

Regelmäßige Fortbildung und Supervision einer Gruppe von Naturheilkundigen, die sich die Herstellung pflanzlicher Heilmittel zur Aufgabe gemacht hat; Weitergabe des Wissens an Schulen, interessierte Frauengruppen, Krankenpflegeschulen, und über Radiosendungen an die interessierte Bevölkerung.

Mobile Klinik

Unterstützung einer aus jungen einheimischen Ärzten und Krankenpflegern bestehenden Freiwilligengruppe, die in ihrer Freizeit am Wochenende medizinische Einsätze in entlegenen und schwer erreichbaren Dörfern des Landes leistet.

Malariaprophylaxe in der Schwangerschaft

Bestrebung, die hohe Mütter- und Säuglingssterblichkeit in 6 Pilotdörfern im Osten des Landes durch regelmäßige Betreuung und naturheilkundliche Unterstützung der Frauen während und nach der Schwangerschaft zu senken.

Nähkooperative „Bontsche“

Die kleine Nähwerkstatt im Schulzentrum von St. Paulo in Bissau hat sich durch die unermüdliche Aktivität einer Laienschwester stark entwickelt und mittels unserer finanziellen und ideellen Unterstützung einen guten Ruf in der Hauptstadt Bissau erworben.

Da unsere Themen wie Naturheilkunde, Basisgesundheit, Landwirtschaft und Dorfentwicklung in allen Regionen des Landes von allgemeinem Interesse sind, ist ein wichtiges Ziel unserer Arbeit auch das Vernetzen sowohl innerhalb unserer Projekte als auch mit anderen Hilfsorganisationen und lokalen Gruppen. 

Wir freuen uns über einen Wissensaustausch – kontaktieren Sie uns gerne!

ABGESCHLOSSENE PROJEKTE


Salzgewinnung mittels Sonnenenergie

Die Abholzung nimmt bei der schnell wachsenden Bevölkerung immer größere Ausmaße an. Bisher wurde das hauptsächliche Würzmittel „Salz“ immer per Siedetechnik gewonnen. Mit der Einführung Salzgewinnung in kleinen, adaptierten Verdunstungsbecken mittels Sonnenenergie werden die Frauen von der Siedearbeit entlastet und der Holzverbrauch deutlich reduziert.

Reisschälmaschinen für 3 Dörfer

Die abgelegene Region Boé im Südosten des Landes ist aufgrund der wenigen fruchtbaren Agrarflächen und der extrem heißen Temperaturen in der Trockenzeit stark benachteiligt. Zur Erleichterung der schweren Reisschälarbeit der Frauen, die mittels mehrmaligen, täglichen Stampfens im Holzmörser geleistet wird, wurden kleine Reisschälmaschinen und ein jeweiliges Arbeitshäuschen finanziert. 

Dorfschulen

Die Grundbildung der Kinder in Lesen und Schreiben wird überwiegend in Schulgebäuden durchgeführt, die mit Hilfe von internationalen Fördergeldern in den letzten 20 Jahren errichtet worden sind. Viele Dorfschulen sind nach dieser Zeitdauer zu klein oder in desolatem Zustand. Unsere Hilfe bestand in der Finanzierung von Ausbau bzw. Anbau, Renovierung und  Ausstattung mit lokal erstellten Schulmöbeln von 6 Dorfschulen in der Region Oio.

Imkerprojekt

Die Honigbiene ist für die Bestäubung der Cashewbäume in einem Land, das wirtschaftlich von den Cashewnüssen abhängig ist, unabdingbar.  Durch die Weiterbildung der Imker einer Kooperative und durch die Ausbildung eines jungen Guineers in standortspezifischer und nachhaltiger Imkerei soll das traditionelle Vorgehen in der Honigwirt-schaft verbessert werden.

Solarlampenprojekt (Hauptprojekt mit der lokalen Organisation AD)

In Äquatornähe mit nahezu 12 Stunden Dunkelheit verändern das Licht einer Solarlampe oder die Installation eines Solarpanels die Lebensqualität der Menschen. Besonders wichtig ist die Möglichkeit des Auf-ladens der neuerdings überall verbreiteten Handys, was Kommunikation und Wissensaustausch fördert.

Ein Boot für die Insel Nago

Die nördliche Insel Nago, eine Insel des Guinea-Bissaus vorgelagerten Bijagosarchipels, liegt 5 Stunden Fahrt vom Hafen Bissau entfernt. Es gibt weder eine geregelte Verbindung noch ein Gesundheitszentrum. Zur Unterstützung des Transports und der Evakuierung Schwerkranker oder verletzter Bewohner wurde ein großes, gebrauchtes Holzboot vom Typ „Nhomika“ beschafft.

Projekte mit A.D.

Mit der Partnerorganisation „Ação para o Desenvolvimento”, die von einem engagierten, einheimischen Agraringenieur gegründet wurde, konnten in langjähriger Zusammenarbeit viele wichtige Projekte unterstützt und realisiert werden: Schulgärten in den Umweltschulen, Einführung von Solarlampen, Bau von Gesundheitsposten, solarbetriebene Pumpen für Brunnen, Förderung des Moringaanbaus in den Dörfern und vieles mehr.

Minilab

Das Geschäft mit importierten Medikamenten aller Art nimmt immer bedenklichere Formen an. An jeder Straßenecke gibt es eine Apotheke, die Medikamente aller Arten ohne jegliche Einschränkungen verkaufen darf.  Die Zahl der gefälschten Medikamente nimmt deutlich zu und schafft Gefahren für die Gesundheit der Menschen. Mit der Möglichkeit der Überprüfung von Medikamenten mit dem „Minilab“-Koffer ist es möglich, gefälschte Medikamente aus dem Handel zu ziehen.

Musik als Informationsträger

Musik, seit jeher in Afrika ein wichtiges Transportmittel für Informationen, dient der Aufklärung und Bildung und fördert das Zusammenwachsen der Bevölkerungsgruppen.  Mit der Entwicklung und Finanzierung mehrerer Songs in Zusammenarbeit mit lokalen Musikgruppen konnten wichtige Themen verbreitet werden.   Die eingängigen Lieder in portugiesisch-creol werden immer wieder von vielen Radiostationen gesendet und dienen als Erkennungszeichen für spezifische Informationssendungen.

Wie finanzieren wir uns?

Unsere bescheidenen finanziellen Mittel, die wir aus eigener Solidaritätsarbeit (Verkauf von kunsthandwerklichen Produkten, gefertigt von einer guiniensischen Frauengruppe und Mitgliedern des Vereins) erwirtschaften, bedürfen der Aufstockung durch Spenden und öffentliche Gelder, um unser Engagement wirkungsvoll zu gestalten.